1. Allgemeines

Wir arbeiten grundsätzlich ab Klasse 1 nach dem offiziellen Bildungsplan Baden-Württembergs und dies mit den gängigen Lehrwerken von Klett bzw. Cornelsen, die zugleich auf eine mögliche DELF-Prüfung vorbereiten.

In der Grundschule wird Französisch von Klasse 1-4 zweistündig unterrichtet.

In der Werkrealschule kann man in Klasse 5/6 am sogenannten Brückenkurs teilnehmen (zweistündig).

In der Realschule kann man Französisch von Klasse 7-10 belegen.

Am Gymnasium kann man Französisch als 2. Fremdsprache von Klasse 6-12 oder als 3. Fremdsprache von Klasse 9-12 wählen.

Ein bedeutender Faktor für eine positive Lernatmosphäre und ideale Lehrer-Schüler-Betreuung ist die Einzügigkeit unserer Schulzweige in der Sekundarstufe, wodurch die Lerngruppen oft sehr klein sind. Insgesamt sind uns Freude am Sprachelernen und Kommunikationsfähigkeit sehr wichtig, weshalb wir auch von der Grundschule an regelmäßigen Austausch und Begegnungen mit unserer Partnerschule im Elsass pflegen.

2. Brückenkurs

Für die Klassen W5, R5, G5, W6 und R6 bieten wir einen sogenannten Brückenkurs Französisch, der die die Klassen 5 und 6 überbrückt, an. Dieser Kurs soll die in der Grundschule erworbenen Französischkenntnisse erhalten und vertiefen. Das ist eine großartige Möglichkeit, eine höhere Sprachkompetenz zu erwerben. 

Für Schülerinnen und Schüler der R5 und R6, die in der Klasse R7 im Wahlpflichtbereich Französisch wählen möchten - man kann sich zwischen „Französisch“, „Mensch und Umwelt“ und „Technik“ entscheiden - ist der Brückenkurs besonders sinnvoll. Werkrealschüler und Kinder, die „Mensch und Umwelt“ oder „Technik“ wählen möchten, können ebenfalls teilnehmen. Für Schülerinnen und Schüler der G5, die beabsichtigen in der 6. Klasse Französisch als 2. Fremdsprache zu wählen, ist der Kurs ebenso besonders zu empfehlen. 

Wer in der R7 dann also als Wahlpflichtfach bzw. in der G6 als 2. Fremdsprache Französisch wählt, erhält dort aber noch einmal eine ganz normale Einführung in die Sprache. Dennoch empfehlen wir sprachinteressierten Schülerinnen und Schülern, den Kurs – wenn es zeitlich möglich ist – zu besuchen. Soweit möglich wird der Brückenkurs in das Austauschprogramm der Sekundarstufe eingebunden.

3. Praktische Austauschmöglichkeiten in der Sekundarstufe

a) Einsteiger: W5 und 6 im Brückenkurs, R5 – 8, G6 und 7 als 2. Fremdsprache, G8 und 9 als 3. Fremdsprache

Was kann unsere Fachschaft zur deutsch-französischen Freundschaft und Völkerverständigung beitragen? Wie können wir gleichzeitig unseren Glauben über die Grenzen hinaus gemeinsam leben?

Im Jahr 2008 gründeten wir eine Partnerschaft zur christlichen Privatschule „Etablissement Daniel“ im Elsass, um auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten zu können. Aus dieser Partnerschaft durften bereits mehrere feste Freundschaften zwischen Schülern und Familien und auch Lehrern entstehen. 

Die Schüler im 1. und 2. Lehrjahr der Sekundarstufe der FES werden von ihren Französisch-Lehrern im Unterricht zunächst angeleitet und darin unterstützt, erstmals zu ihren Austauschpartnern Kontakt aufzunehmen. Dies geschieht zuerst über regelmäßige Briefkontakte zu Themen aus dem Unterricht wie dem Austausch von Steckbriefen, Stundenplänen, Grußkarten zu Feiertagen oder Berichten aus den  Ferien. Teilweise auch über privaten E-Mailkontakt, Kontakt in sozialen Netzwerken, im Unterricht gedrehte Videobotschaften oder Internetchats. 

Am Ende des jeweiligen Schuljahrs dürfen die Schüler sich dann abwechselnd in Deutschland oder in Frankreich endlich live bei einem Austauschtreffen sehen und ihre Kenntnisse ganz praktisch werden lassen. Die Fachschaften der beiden Schulen bemühen sich hier jedes Jahr um ein ansprechendes Tagesprogramm.

In gemischten Sprachgruppen erkundeten die Schüler bisher beispielsweise die Spuren der Reformatoren in Straßburg, die Partnerstadt Guebwiller, den Lahrer Stadtpark und die Minigolfanlage am Friedrich-Maurer-Park, den Lahrer Weihnachtsmarkt,  die Burg Hohengeroldseck oder die Freiburger Innenstadt,  traten in vielerlei sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an oder arbeiteten gemeinsam kreativ in verschiedenen Workshops zum Thema Musik, Kunst, Theater und Sport. 

Einen Rückblick auf unsere bisherigen Aktivitäten entnehmen Sie bitte unserer großen Fotowand neben dem Rektorat oder unserer Diashow am Tag der offenen Tür. 

Ziel des Programms ist es, grenzüberschreitende Freundschaften entstehen zu lassen, die später selbständig weiter gepflegt werden bis zu einem mehrwöchigen Aufenthalt in der Partnerschule bzw. einer französischen Gastfamilie in Klasse 9 oder 10.

b) Fortgeschrittene: Mittelstufenklassen R7 und G8 bzw. R9, G9, G10

Den Mittelstufenklassen R7 und G8 empfehlen wir zwecks Umsetzen und Erweitern ihrer Sprachkenntnisse eine Teilnahme am offiziellen Austausch der Stadt Lahr mit ihrer französischen Partnerstadt Dole – jüngere und ältere Französisch-Lerner können natürlich auch daran teilnehmen.

Für die Mittelstufenklassen R9, G9, G10 bieten wir sodann speziell einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt an unserer französischen Partnerschule „Etablissement Daniel“ / Guebwiller an. Die Schülerinnen und Schüler empfangen mit ihren Familien für zwei bis drei Wochen einen französischsprachigen Austauschpartner, der mit ihnen gemeinsam die FES besucht und einige Ausflüge in Baden-Württemberg macht. Im Gegenzug verbringen unserer Schüler im selben Schuljahr dann wiederum zwei Wochen bei ihrem Austauschpartner im Elsass. Selbstverständlich können auch die Klassen R10, K1 und K2 diese Möglichkeit nutzen.

4. Sonstige Aktivitäten

a) DELF-AG: An der FES Lahr bieten die Französischlehrkräfte bei Interesse eine Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung auf die DELF-Prüfung an. Bedeutung und Inhalt dieser Prüfung möchten wir Ihnen hier vorstellen: DELF, was ist das?

 

DELF ist die Abkürzung für das sogenannte „Diplôme d’Etudes en Langue Française“. Es ist das einzige staatliche Diplom für Französisch als Fremdsprache. Es wird nicht von der Schule, sondern vom französischen Erziehungsministerium (CIEP) entwickelt und vergeben. Somit ist das DELF ein international anerkanntes Zertifikat, das im Hinblick auf den beruflichen Werdegang den Lebenslauf bedeutend aufwertet.
Dieses Sprachdiplom bescheinigt die französische Sprachkompetenz in Wort und Schrift auf unterschiedlichen Niveaus, die sich nach dem Europäischen Referenzrahmen der Sprachen richten (A1, A2, B1, B2, C1). Von den Prüflingen ist gefordert, sich in konkreten Alltags- und Berufssituationen sprachlich zu beweisen. Es gibt jeweils vier Prüfungsteile: Hörverstehen, Leseverstehen, mündlicher Ausdruck, schriftlicher Ausdruck.
Die DELF-Prüfung wird von Muttersprachlern abgenommen. In der Ortenau ist das CCFF (= „Centre Culturel Français Freiburg“) für die Organisation und Durchführung der Prüfungen zuständig, die Korrektur und Bewertung wird wiederum von Franzosen vorgenommen.
Der Hauptprüfungstermin ist Ende Juni / Anfang Juli. Die Meldung zu A2 setzt nicht die bestandene A1-Prüfung voraus, d.h. man kann sich zu A2 oder gar B1 melden, ohne vorher eine andere DELF-Prüfung abgelegt zu haben. Für jedes bestandene Niveau gibt es ein Diplom, das für immer und weltweit gültig ist.
Welche Vorteile bringt DELF?
Mit diesem Diplom erwirbt man ein wertvolles international anerkanntes Sprachzertifikat, das ein zusätzlicher Trumpf auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt ist.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AG gewinnen neben der Sprachkompetenz an Selbstsicherheit im Auftreten. Sie bekommen darüber hinaus Prüfungserfahrung und haben ein Ergebnis in der Hand, das sich sehen lassen kann: das offizielle Diplom.
b) FranceMobil: Auch das Kinder sehr ansprechende FranceMobil des CCFF hatten wir schon an unserer Grundschule und der Sekundarstufe. Hier besucht ein speziell dafür ausgebildeter Französisch-Muttersprachler anfragende Schulklassen, um Werbung für die moderne Fremdsprache unseres Nachbarlandes zu machen und z.B. bei der Wahlpflichtfach- oder Sprachwahl in den Klassen R6  und G5 wertvolle Hilfestellung zu leisten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an unsere Kollegen im Fach Französisch.