Landes- und Bundespreisverleihung Fremdsprachen

 

Vom Landessieg auf die Bundesbühne:

G10 der FES Lahr wird doppelt ausgezeichnet

Nach dem dritten Bundespreis in München folgt am 16. Juli die feierliche Ehrung für den ersten Landespreis in Baden-Württemberg

Lahr/Calw/Dachau/München. Für die Klasse G10 der Freien Evangelischen Schule Lahr endet das Schuljahr mit einem besonderen Höhepunkt: Am Donnerstag, 16. Juli 2026, werden die Schülerinnen und Schüler im Hermann-Hesse-Gymnasium in Calw für ihren ersten Landespreis beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer Dr. Eugen Schochenmaier nehmen sie an der feierlichen Landespreisverleihung teil.

Der Termin in Calw ist jedoch weit mehr als der Abschluss eines erfolgreichen Landeswettbewerbs. Mit dem ersten Landespreis qualifizierte sich die Klasse zugleich für das Sprachenfest 2026 – das Bundesfinale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Dachau und München. Dort trat die G10 gegen die besten Sprachenteams aus ganz Deutschland sowie von deutschen Auslandsschulen an und wurde mit einem dritten Bundespreis ausgezeichnet.

Mehr als 2.000 Teams mit über 10.000 Schülerinnen und Schülern hatten in der Kategorie „TEAM Schule“ fremdsprachige Filme, Theaterstücke und Hörspiele eingereicht. Lediglich 36 Gruppen wurden zum Bundesfinale eingeladen. Die feierliche Preisverleihung fand am 20. Juni im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz statt.

Überzeugen konnte die Lahrer Klasse mit ihrem dreisprachigen Film „Time Switch: Une leçon à travers lessiècles. Darin entdeckt eine Schulklasse ein geheimnisvolles Handy, das sich als Zeitmaschine entpuppt. Die Jugendlichen reisen zunächst ins Jahr 1826, anschließend in die römische Antike und schließlich in eine dystopische Zukunft des Jahres 2226.

Jede Epoche stellt die Zeitreisenden vor neue Herausforderungen. Im 19. Jahrhundert erleben sie einen strengen und ungerechten Schulalltag. In der Antike begegnen sie einer Welt, in der Bildung nur wenigen Menschen zugänglich ist. In der Zukunft hingegen wird Schule von Technik, Überwachung und Kontrolle bestimmt. Persönliche Freiheit, Privatsphäre und echte Mehrsprachigkeit scheinen dort nahezu verschwunden.

Am Ende kehren die Jugendlichen erleichtert in ihre eigene Schule im Jahr 2026 zurück. Ihre wichtigste Erkenntnis: Auch wenn Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Unterricht manchmal

herausfordernd sind, sind Bildung, persönliche Freiheit und ein respektvoller Umgang miteinander keineswegs selbstverständlich.

Französisch, Englisch und Latein stehen dabei nicht einfach nebeneinander, sondern sind eng in die Handlung eingebunden und verbinden unterschiedliche Epochen, Kulturen und Denkweisen. So entstand aus dem Fremdsprachenunterricht ein kreatives Filmprojekt, das Schauspiel, historische Kostüme, Humor, Medienarbeit und gesellschaftskritische Fragestellungen miteinander verbindet.

Eine entscheidende Rolle spielte dabei auch die intensive Teamarbeit. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten gemeinsam das Drehbuch, lernten fremdsprachige Texte, arbeiteten an Aussprache und Schauspiel und übernahmen Aufgaben bei Dreh, Schnitt und Gestaltung. Sprache wurde dadurch nicht nur gelernt, sondern aktiv gelebt.

Die Auszeichnung in Calw erhält dadurch eine besondere Symbolkraft: Hier wird die G10 für den Erfolg geehrt, mit dem ihre Reise auf die Bundesbühne begann. Innerhalb weniger Wochen darf sich die Klasse damit über zwei außergewöhnliche Auszeichnungen freuen – zunächst über den dritten Bundespreis in München und nun über den ersten Landespreis in Baden-Württemberg.

Für Projektbetreuer Dr. Eugen Schochenmaier ist die doppelte Auszeichnung vor allem eine Bestätigung des außergewöhnlichen Einsatzes seiner Klasse: „Der größte Erfolg ist für mich nicht der Preis, sondern zu sehen, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen umgesetzt haben. Sie haben Verantwortung übernommen, kreativ zusammengearbeitet und erlebt, dass Sprachen Türen zu anderen Kulturen und Perspektiven öffnen. Dass diese Arbeit zunächst mit dem Landespreis und anschließend sogar auf Bundesebene ausgezeichnet wurde, ist eine großartige Wertschätzung ihres Einsatzes.“

Kontakt:

Sekretariat Freie Evangelische Schule Lahr

E-Mail: schule@fes-lahr.de

Telefon: 07821 920 58-0

 

Jessica Wimmer, Freie Evangelische Schule Lahr

E-Mail: j.wimmer@fes-lahr.de